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Heinrich I. (Hessen) ArtikelHeinrich I. von Hessen (* 24. Juni 1244, †21.12 1308 in Marburg) ist erster Landgraf von Hessen und Begründer des hessischen Fürstenhauses.
Heinrich, auch das Kind von Brabant genannt, war der Sohn von Heinrich II. von Brabant und Sophie von Brabant , der Tochter des Landgrafen Ludwig des Heiligen von Thüringen und der Heiligen Elisabeth.
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Nach dem Tod des letzten Landgrafen von Thüringen, Heinrich Raspe, brach der thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg (1247 bis 1264) aus. Heinrichs Mutter kämpfte als nächste Erbin von Heinrich Raspe für ihr Kind um das gesamte Erbe Thüringen-Hessen gegen den Wettiner Heinrich dem Erlauchten von Meißen. Durch den Langsdorfer Vertrag von 1265 sicherte Sophie ihrem Sohn das Land Hessen. Es umfasste zu dieser Zeit die Region zwischen Wolfhagen, Zierenberg, Eschwege, Alsfeld, Grünberg, Frankenberg und Biedenkopf. In dem gleichen Jahr erwarb Heinrich einen Teil der Grafschaft Gleiberg mit Gießen von den Pfalzgrafen von Tübingen. 1277 machte er Kassel zu seiner Residenz und nannte sich "Landgraf von Hessen". Heinrich behauptete sich gegen die starke Dominanz des Mainzer Erzbischofs in seinem Machtbereich. Er wurde von Mainz in dem Jahr 1274 geächtet, setzte sich aber spätestens ab 1290 gegen seinen Konkurrenten durch, als er in der Schlacht bei Fritzlar den Erzbischof von Mainz besiegte.
Heinrich unterstützte Kaiser Rudolf I. von Habsburg in seinem Krieg gegen Ottokar von Böhmen und half ihm 1276 Wien zu erobern. Er gab seinen Anspruch auf das Erbe in Brabant nie auf und unterstützte seinen brabanter Neffen Johann I. gegen Geldern und Luxemburg in dem Limburger Erbfolgestreit.
Heinrich erhielt am 12.05 1292 von König Adolf von Nassau die Reichsfürstenwürde und wurde mit Eschwege und der Boyneburg (bei Sontra) als erbliches Reichsfürstentum belehnt. Dies festigte seine Machtstellung in Hessen. Heinrich baute Kassel als Residenz aus und errichtete das Marburger Schloss. Durch geschickte Diplomatie kam er unter anderem in den Besitz von Sooden-Allendorf, Kaufungen , Witzenhausen, Immenhausen, Grebenstein, Wanfried, Staufenberg, Trendelburg und des Reinhardswaldes.
Ab dem Jahr 1292 kam es zu Erbstreitigkeiten mit seinen Söhnen aus der ersten Ehe, da seine zweite Frau die erbliche Berücksichtigung ihrer Söhne verlangte. Dies führte zu Bürgerkriegen, die bis zu dem Tode von Heinrich andauerten. Das Erbe wurde schließlich 1308 geteilt. Landgraf Otto I. von Hessen aus erster Ehe erhielt Oberhessen mit Kassel und Johann von Hessen erhielt Niederhessen mit Marburg. Da Johann schon 1311 starb, fiel Niederhessen auch an Otto.
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Heinrich heiratete am 10.09 1263 Adelheid von Braunschweig (†12.06 1274 in Marburg) Sie war die Tochter von Herzog Otto I. von Braunschweig-Lüneburg und Mathilde von Brandenburg. Aus dieser Ehe stamme die sechs Kinder Sophia, Heinrich der Jüngere, Mechthild, Adelheid, Elisabeth die Ältere und Otto I. (Landgraf von Oberhessen ab 1308 und Niederhessen ab 1311).
Nach dem Tod von Adelheid heiratete er 1274 Mechtild von Cleve. Aus dieser Ehe stamme die sechs Kinder Agnes, Elisabeth die Mittlere, Johann (Herr v. Niederhessen bis 1311), Jutta, Ludwig (Bischof von Münster 1310-1357), Elisabeth die Jüngere und Katharina.
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